TrauerZeit. TrauerOrt. TrauerGebet

Seit Monaten müssen Trauerfeiern und Beerdigungen unter Beschränkungen stattfinden. Wie ist Abschiednehmen möglich? Wie Anteilnehmen?

Das Leben war und ist eingeschränkt. Das Sterben auch. Oft konnten und können Sterbende nicht durch ihre Angehörigen begleitet werden. Manche wurden zwischen Einweisung ins Krankenhaus und der Trauerfeier nicht noch einmal gesehen. Es hat gravierende Veränderungen in unserer Trauerkultur gegeben.

Für den 18. April hat Bundespräsident Steinmeier zu einem öffentlichen Trauertag für die während der Pandemie Verstorbenen aufgerufen.

Aus dem Bischofskonvent der EKM kommt die Anregung, schon jetzt in der Passions- und Osterzeit die Kirche als TrauerOrt zu öffnen und zu gestalten. Es soll die Möglichkeit bestehen, eine Kerze zu entzünden, eine Eintragung in eine Gedenkbuch zu machen und ein Stilles Gedenken in der Kirche oder zu Hause zu halten. Das Blatt sollte dafür in der Kirche ausgelegt und mitgenommen werden können..

Außerdem kann freitags 18 Uhr ein TrauerGebet für die Verstorbenen und die Angehörigen in der Gemeinde gehalten werden. Hier das Blatt für die Leitung dieser Gebetszeit. HIer Psalm 22 zur alternativen Verwendung.

Weiterhin können Trauerfeiern mit nur begrenztern Personenzahl stattfinden. Zeitgleich zur Trauerfeier könnten Angehörige, Nachbarn und andere, die nicht teilnehmen könnten, eine einfache Trauerfeier zu Hause begehen. (Blatt 1: Vorderseite S.6 und 1. Rückseite: S. 2 und 5. Einlegeblatt: S.3 und 4 vorder- und rückseitig ausdrucken, kopieren und das Blatt mittig teilen). Hirzu gibt es ein Anschreiben der Pfarrerin / des Pfarrers, in das die Kontaktdaten am Ende einzutragen sind.

Alternativ kann den Hinterbliebenen angeboten werden, mit ihnen zusammen  nach der Trauerfeier einen Brief verfassen, den sie versenden können an den weiteren Kreis von Angehörigen, Freunden, Nachbarn, Kollegen, die nicht teilnehmen konnten. HIer ein Muster für einen solchen Brief, der für den jeweiligen Kasus zu füllen ist.